Wer 1997 einen Store für Sneaker, Streetwear, Vinyl und Graffiti-Kultur eröffnete, war nicht Teil eines Trends. Er war Teil einer Szene, lange bevor viele diese Szene überhaupt als Markt verstanden.
Underpressure in Hamburg gehört damit nicht nur zu den festen Adressen der Schanze, sondern auch zu den frühen unabhängigen Stores seiner Art in Deutschland, die Hamburgs kreative Szene nicht nur begleitet, sondern mitgeprägt haben.
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Gegründet wurde Underpressure in einem kleinen Laden im Karoviertel auf St. Pauli. Heute ist der Store nur wenige Straßen weiter in der Schanze zuhause, tief verwurzelt in jenem Teil Hamburgs, in dem Streetwear, Graffiti, Musik und kreative Szene seit Jahrzehnten aufeinandertreffen.
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Zwischen Streetwear, Sneakern, Vinyl, Cans, Markern, Graffiti-Zubehör, Apparel und ausgewählten Toys entsteht hier ein Sortiment, das weniger nach klassischem Retail wirkt als nach gewachsener Subkultur.
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Die Wurzeln des Stores liegen tief in der Graffiti-Szene. Das sieht man nicht nur am Sortiment, sondern auch an der Haltung. Graffiti ist bei Underpressure keine dekorative Referenz, sondern Teil der eigenen Geschichte.
Spray Cans und Zubehör gehören hier genauso selbstverständlich dazu wie Footwear, Apparel und Musik.
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Gleichzeitig war Underpressure immer mehr als ein Laden. Über die Jahre entstanden Ausstellungen, Kunstaktionen, Kollaborationen und Projekte mit etablierten KünstlerInnen und kreativen Stimmen der Stadt.
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Viele davon liefen über das hauseigene Label und machten den Store zu einem Ort, an dem Subkultur nicht nur gezeigt, sondern weitergedacht wird.
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Heute bewegt sich Underpressure irgendwo zwischen Store, Szene-Treffpunkt und kulturellem Archiv. Ein Ort für kreative Menschen, alte Bekannte, StammkundInnen und alle, die sich kreativ ausdrücken wollen.
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Dass Underpressure nach fast drei Jahrzehnten immer noch relevant ist, liegt genau an dieser Mischung. Der Store ist nicht stehen geblieben, hat sich aber auch nie von seinen Wurzeln entfernt.
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Während Streetwear längst globaler Mainstream geworden ist, bleibt Underpressure eng mit der Schanze, der Stadt und der Szene verbunden, aus der alles entstanden ist.
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In einer Zeit, in der Sneaker- und Streetwear-Retail oft austauschbar wirkt, steht Underpressure für etwas, das man nicht einfach kopieren kann: Geschichte, Haltung und echte kulturelle Verankerung. Und vielleicht ist genau das der Unterschied: Underpressure erzählt nicht von Subkultur. Underpressure kommt aus ihr.
Für alle, die selbst vorbeischauen wollen: Schanzenstraße 10, Hamburg. Online unter underpressure.de.
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