Mit der Sonderausstellung Stories of HipHop widmet sich das Schmuckmuseum Pforzheim der gesamten HipHop-Kultur – von ihren Ursprüngen in den 1970er Jahren bis zur Gegenwart als globale Kulturbewegung.
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Ein zentraler Aspekt der Ausstellung ist der sogenannte Bling-Bling-Schmuck, der aus der HipHop-Kultur nicht wegzudenken ist.
Große Cuban Link Chains, mit Steinen besetzte Ringe, kreolische Ohrringe, Grillz, Sonnenbrillen oder Gürtelschnallen – viele dieser Schmuckstücke sind individuell auf ihre TrägerInnen zugeschnitten und drücken Persönlichkeit, Selbstinszenierung und Zugehörigkeit aus.
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Ausgestellt werden Arbeiten unter anderem von Grill Meister aus Berlin, Playground aus London sowie von Rouven Groetzki und Serkan Tuna aus Pforzheim.
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Die Ausstellung zeigt Repliken und Originale und gibt Einblicke in die Bedeutung und Funktion von Schmuck in der HipHop-Kultur. Fotografien, Plattencover und Statements begleiten die Objekte, darunter eine groĂźformatige Bildergalerie des Fotografen ONDRO.
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HipHop ist mehr als Musik – es ist eine Kultur, die sich weltweit verbreitet und über Jahrzehnte gewandelt hat. Ausgehend von New York in den 1970er Jahren etablierte sich HipHop in Deutschland besonders ab Mitte der 1980er und wurde zu einem stilprägenden Phänomen.
Die Ausstellung macht diese Entwicklung nachvollziehbar und thematisiert dabei auch Aspekte wie Kommerzialisierung, Diversität und Community.
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Die Ausstellung wurde kuratiert von Tom Frietsch. FĂĽr die Ausstellungstexte sowie als Co-Kurator konnte der Journalist Falk Schacht gewonnen werden.
Weitere Co-Kuratoren sind der Fotograf ONDRO, der mit einer eigenen Porträtserie vertreten ist, sowie Serkan Tuna von den Southside Rockers.
Die architektonische Umsetzung stammt von Jan Saggau (Studio JASA, Berlin), die grafische Gestaltung ĂĽbernahm das GestaltungsbĂĽro Import/Export mit Lorenz Klingebiel und Dominik Krauss.
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Ein besonderes Highlight bildet die Zusammenarbeit mit der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim. Unter dem Motto „Pforzheimer Design meets HipHop“ gestalteten Studierende aus den Bereichen Mode, Schmuck und Accessoire interdisziplinär jeweils ein Unikat für eine selbst gewählte HipHop-Künstlerpersönlichkeit.
Die kĂĽnstlerisch-konzeptionelle Leitung des Projekts lag bei Prof. Claudia Throm und Dozent Markus MĂĽller aus dem Fachbereich Mode sowie bei Prof. Dr. Evelyn Echle aus dem Fachbereich Kunst- und Kulturwissenschaften.
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Die Projekte sind vielfältig: Für Finna entstand ein Schmuckset aus konservierten Blüten unter Glas, für OG Keemo eine textil-technisch ausgearbeitete Weste mit Maske.
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Weitere Werke wurden für Bush.ida, Nura, Melbeatz, Celo & Abdi und Souly geschaffen – stets mit einer reflektierten Auseinandersetzung mit der jeweiligen Künstlerfigur. Ergänzt wird dieser Ausstellungsteil durch Fotografien von ONDRO, der die MusikerInnen gemeinsam mit den gestalteten Objekten inszeniert hat.
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Die Ausstellung versammelt eine Vielzahl an Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen der HipHop-Kultur – von Musik und Mode bis zu Tanz, Fotografie und Design.
Beteiligt sind unter anderem Bush.ida, Celo & Abdi, DJ 5ter Ton, DJ Defcon, DJ Friction, DJ MD (Mike MD), DJ Razé, Die Fantastischen Vier, Finna, GINO®, HipHop Kitchen, Katja Kuhl, Lyle Lindgren, Martha Cooper, Melbeatz, Mika Väisänen, Nura, OG Keemo, ONDRO, Plyground, Racé, Rouven Groetzki (GOLDCASE customs), Sascha „Psycomatic“ Hummel, Scotty 76, Serkan Tuna, Skinny Finsta, Souly, Southside Rockers, Toni-L und Torch.
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Ergänzend zur Ausstellung findet ein vielfältiges Begleitprogramm statt, darunter Workshops, Konzerte und kulinarische Veranstaltungen.
So gibt es unter anderem Streetart- und Graffiti-Workshops, einen Nähworkshop rund um Streetwear und HipHop, ein Drei-Gänge-Menü im Rahmen der HipHop Kitchen, einen Breakdance-Workshop mit Battles sowie einen Producing-Workshop mit Fokus auf Rap und Beats.
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Ein weiteres Highlight ist die GOLDTOWN HIPHOP JAM, die im Juni stattfindet. Viele Veranstaltungen sind kostenfrei oder ermäßigt zugänglich.
Aktuelle Informationen zu Programm, Anmeldung und Teilnahmebedingungen findet Ihr unter www.schmuckmuseum.de und www.storiesofhiphop.de.
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Fotos via Schmuckmuseum Pforzheim