Es gibt Läden, die verkaufen Schuhe. Und dann gibt es Läden, die wirklich etwas von Schuhen verstehen. Glückstreter in Bremen ist ganz klar letzteres.
Seit 2013 hält Stefan Schrader seinem Kiez die Treue.

Im lebendigen Bremer Viertel, dem bunten, verrückten Ostertor, hat er sich bewusst für den stationären Handel entschieden, zu einer Zeit, als viele Händler genau das in Frage stellten.

Sein Credo damals wie heute: Modeprodukte erleben statt bestellen und retournieren.

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Die GrĂĽndungsgeschichte von GlĂĽckstreter klingt fast wie ein Film.

Stefan hatte den Traum vom eigenen Sneakerladen jahrelang im Kopf, aber nie ernsthaft verfolgt.

Dann, an einem Sommerabend an der Weser auf einem ersten Date, fragte ihn seine heutige Frau, was sein größter Traum sei.

Er erzählte ihr von dem Laden und sie sagte einfach: "Ja, mach doch!"

Drei Wochen später hatte er die Ladenfläche und das Go von der Bank.

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Sogar der Name entstand fast beiläufig: Auf einer Autobahnfahrt mit seinem Bruder, lange bevor der Plan konkret wurde.

Als der Bruder GlĂĽckstreter vorschlug, war sofort klar: Das ist es.

Den Start machte er zunächst komplett alleine. Wenn er mal krank war oder zu einer Messe musste, sprangen Stiefvater, Mutter oder seine Frau ein.

Den Laden hat er in über zwölf Jahren genau ein einziges Mal geschlossen.

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Am Ostertorsteinweg 68/69, mittendrin im Bremer Viertel, ist Glückstreter mehr als ein Schuhgeschäft.

Stefan nennt seinen Store selbst ein Wohnzimmer: ein Ort zum Stöbern, Schnacken und Shoppen.

Kein gesichtsloser Retail-Space, sondern ein Laden mit Haltung, guter Musik und echten Menschen hinter dem Tresen.

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Was GlĂĽckstreter heute ausmacht, ist nicht nur Stefan.

Hinter dem Tresen steht ein Team, das Sneaker nicht nur verkauft, sondern wirklich lebt: Menschen aus dem Viertel, aus der Kultur, aus der Community.

Josephine ist Fotografin, Amani spielt bei Werder Bremen, Moritz hat gerade seine Ausbildung angefangen, Carl studiert BWL und bringt bereits eine abgeschlossene Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann mit, und Florian schmeiĂźt als Store Manager den Laden, wenn Stefan nicht da ist.

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Beratung auf Augenhöhe ist hier kein Versprechen auf der Website, sondern gelebter Alltag, weil die Leute hinter dem Tresen selbst genau die sind, für die dieser Laden gemacht ist.

Dass das Viertel den Ton vorgibt, war von Anfang an spĂĽrbar.

Als Glückstreter eröffnete, kündigte ein Schriftzug auf dem zugeklebten Schaufenster den neuen Laden an.

Jemand schrieb in der ersten Nacht „Hipsterkacke" darunter. Heute hängt genau dieses Foto auf der Artwall im Store, und die Person, die es geschrieben hat, soll längst Stammkunde sein.

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Das Sortiment ist bewusst kuratorisch gedacht: ausgewählte Brands mit Persönlichkeit, ergänzt durch vegane und nachhaltig produzierte Labels, die im Viertel besonders gefragt sind.

Lokale Projekte gehören genauso dazu wie regionale Kunst: Sechs Mal im Jahr zeigt Glückstreter Arbeiten lokaler Künstler direkt im Store. Abhängen bei Glückstreter heißt das Konzept.

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Dass man bei GlĂĽckstreter nicht nur Schuhe kauft, sondern Teil von etwas wird, zeigt sich auch im Alltag des Stores.

Wer nach einem guten Kaffee fragt, wird direkt zum Nachbarn geschickt.

Wer eine Bauchtasche sucht, die gerade nicht im Sortiment ist, erfährt, wo man sie bekommt.

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Und wer auf Instagram folgt, merkt schnell: Hier nehmen sich alle nicht zu ernst, halten einfach mal das Handy drauf und das kommt an.

Bei Glückstreter ist das Viertel eine große, bunte, familiäre Outdoor-Mall, in der jeder jeden unterstützt und alle an einem Strang ziehen.

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In einer Zeit, in der Sneaker-Retail immer stärker von großen Playern und Algorithmen dominiert wird, ist Glückstreter ein Beweis dafür, dass persönliche Handschrift und lokale Verwurzelung noch funktionieren.

Seit über einem Jahrzehnt, verlässlich und mit echtem Herzblut.

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Shoe Love Is True Love. Das klingt bei GlĂĽckstreter nicht wie ein Slogan. Es klingt wie eine Ăśberzeugung.

Und die beste Art, das zu spĂĽren, ist noch immer die einfachste: Einfach vorbeikommen. Ostertorsteinweg 68/69, mitten im Bremer Viertel.

Die Tür ist auf, die Musik läuft und irgendwer hinter dem Tresen kennt garantiert den richtigen Schuh für Dich.

FĂĽr alle, die noch auf dem Weg sind: glueckstreter.de.

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Mehr von Stefan im Interview auf sneaker.de.

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